Seit mehr als einem halben Jahr ist Bernhard Janeczek nun schon bei den Borussen unter Vertrag. Viel von sich reden gemacht hat er bisher noch nicht viel, eine Verletzung am Fuß kettete ihn an die Ersatzbank. Umso wilder ist der Österreicher nun darauf, nach der Genesung sein Können unter Beweis zu stellen.
“Außenknöchel gebrochen, Innen- und Syndesmosenband gerissen“ lautete die niederschmetternde Diagnose für den Youngster im April dieses Jahres. Die folgenden Monate waren ein harte Zeit, weil der Österreicher seinen Kollegen immer nur beim Trainieren und den Spielen zuschauen konnte.
Endlich wieder ohne Krücken
Nun ist der Abwehrspieler Krücken und Bandagen jedoch los und war sogar im Trainingslager in Saalfelden dabei. Jedoch gab es für ihn und Mitstreiter Sebastian Schachten zunächst ein separates und vorsichtigeres Training. Moralische Unterstützung gab es von den Eltern, die ihren Urlaub nutzen, um den Sohn beim Training zu bewundern.
Dem Sprössling wurde schon früh großes Talent attestiert. Bei den Profis von Gladbach durfte er deshalb letzten Winter erstmals in das spanische Trainingslager mitkommen. Die Profiluft in der A-Jugend, die er bei einigen Bundesligaeinsätzen schon schnüffeln konnte, fand der Jungspund äußerst verführerisch und der Profivertrag war die Erfüllung eines lang gehegten Traumes.
Professionell und heimelig
Immer schon war es das Ziel des Österreichers gewesen, mit dem Fußballspielen sein Geld zu verdienen, eine Alternative stand nie wirklich zur Debatte. Bevor Janeczek zu Mönchengladbach kam, spielte der Verteidiger ein Jahr für die Jugend in Rapid Wien. „Die Liga in Österreich ist natürlich nicht schlecht, es gibt schon drei, vier gute Vereine. Der deutsche Fußball ist aber einfach noch professioneller, deshalb spielen viele österreichische Jugendspieler für einen deutschen Verein. Für mich ist die Bundesliga, gemeinsam mit der englischen Premier League, die beste Liga der Welt.“
Und an den Borussen schätzt er besonders, dass der Verein „professionell arbeitet aber zugleich heimelig ist“. Deshalb will er jetzt auch unbedingt wieder für den Verein seine Fähigkeiten einsetzen.