Der mögliche Wechsel beschäftigte Fans und Medien über Wochen. Ende Juni war es dann endlich klar: Mohamadou Idrissou wechselt zu Borussia Mönchengladbach. Doch wer ist der Kameruner eigentlich?
Mit dem Weggang des Stürmers Rob Freund wurde die Stelle des Stürmers vakant. Der Kanadier hatte die Position mit seiner bulligen Statur gut ausgefüllt, allerdings war er auch ein eher schwerfälliger Spieler. Der ehemalige Freiburger Mohamadou Idrissou verspricht mehr Spritzigkeit in das Spiel einzubringen und eine neue Art des Angriffspiels zu etablieren.
Groß ist der Kameruner auch, er gilt aber zugleich als schnell und kopfballstark. Aber nicht nur das sprach für den neuen Stürmer; Kritiker glauben auch, dass die Tatsache für die Vereinsoberen sehr attraktiv war, dass der Spieler ablösefrei zu bekommen war.
Ein nicht ganz einfacher Spieler
Idrissou gilt nicht nur als talentierter, sondern auch als schwieriger Spieler. Bei seinem letzten Arbeitgeber MSV Duisburg fiel er 2006 bei der sportärztlichen Untersuchung durch und der MSV verzichtete deshalb zunächst auf eine Verpflichtung. Weil auch der vorherige Verein Hannover 96 keinen Vertrag mit dem Kameruner unterzeichnen wollte, war er zunächst vereinslos. Nach einer weiteren Untersuchung klappte es dann aber schließlich doch noch bei Duisburg. Die nächste Station war der SC Freiburg, mit dem der Stürmer in die Bundesliga aufstieg. Bei den Borussen hat er nun einen Zweijahresvertrag unterschrieben.
Und bei Borussia ist man sicher, den „wilden Mo“ bändigen zu können. Trainer Frontzeck kennt ihn sogar noch aus gemeinsamen Hannoveraner Zeiten und zeigt sich zuversichtlich: „Ein Enfant terrible ist auch ein Typ Spieler. Nur mit Indianern kann man ebenso wenig Erfolg haben wie allein mit Häuptlingen. Die Mischung muss stimmen. Und darauf achten wir.“